Neues von den Plattformen:
YouTube
YouTube macht es für neue Creator auf der Plattform schwieriger, durch Werbung und Abonnements Geld zu verdienen. Die neue Regelung sieht vor, dass entweder mindestens 8 000 Wiedergabestunden oder 20 Mio. qualifizierte Shorts-Aufrufe in den letzten neunzig Tagen erforderlich sind. Momentan müssen Creator im YouTube-Partnerprogramm entweder 1k+ Abonnenten und 4 000 Stunden Wiedergabezeit im vergangenen Jahr oder 1k+ Abonnenten und 10 Mio. Shorts-Aufrufe in den letzten neunzig Tagen nachweisen. Ab nächstes Jahr Februar wird die Änderung wirksam.
Google baut seine Werbe- und Analyseplattformen aus, indem KI-gestützte Einblicke integriert werden, die Werbetreibende in Echtzeit über Veränderungen in der Nachfrage und den Wettbewerbsdruck informieren sollen. Dies macht die Schnittstellen zwischen organischem Social Content und bezahlter Suche für Social-Media-Manager, die plattformübergreifende Kampagnen steuern, messbarer und reaktionsfähiger.
Meta
Meta bringt seine Vibe-Coding-Gaming-App „Pocket“ auf den Markt, mit der Nutzer:innen in den USA Spiele erstellen können. Die App ermöglicht es nun, kleine Spiele mit Hilfe von KI-generierten Eingabeaufforderungen zu erstellen, nachdem sie im letzten Monat in Brasilien einem ersten Test unterzogen wurde. Diese werden danach in einem scrollbaren Feed veröffentlicht, damit jeder sie spielen kann. Die Spiele reagieren auf Berührungen und Neigungen des Smartphones, spielen Soundeffekte ab, können Fotos aus der Kamerarolle verwenden und enthalten Songausschnitte.
Instagram erhält eine neue Wortmarke, die von Metas Design-Team intern entwickelt wurde. Er ist jedoch nicht das einzige CI-Element, das einer Überarbeitung unterzogen wird. Der gesamte Markenauftritt werde überarbeitet. Der Farbverlauf bleibt zwar ein zentrales Element der Marke, wird jedoch künftig subtiler eingesetzt, ergänzt durch eine Überarbeitung von Animationen, Layouts und der Benutzeroberfläche. Außerdem soll die visuelle Sprache durch neue Schriftarten verbessert werden. Geplant sind die aktualisierte Schriftart „Instagram Sans“, die neue Handschrift-Schriftart „Instagram Pen“ sowie die neue Schriftart „Instagram Mono“.
TikTok
Disney schließt eine Partnerschaft mit TikTok, um Fan-Inhalte rund um Disney direkt in die Disney+-App einzubinden. In den nächsten Monaten werden die Unternehmen in den Vereinigten Staaten ein Pilotprogramm starten und beabsichtigen, später auf weitere Märkte zu expandieren. Die im Rahmen der Vereinbarung von Fans auf TikTok produzierten Videos zu Pixar, Marvel, Star Wars und anderen Franchises werden im Bereich „Verts“ von Disney+ gezeigt, dem vor einigen Monaten eingeführten Kurzvideo-Feed des Streamingdienstes.
Snap
Auch Snapchat spricht sich, ähnlich wie LinkedIn (siehe unten), gegen AI-Slop aus. Die Plattform gab bekannt, dass sie in der App keine vollständig KI-generierten Inhalte mehr fördern wird und stattdessen „authentische Kreativität“, also von Menschen geschaffene Inhalte, belohnen wird. Dies betrifft die Spotlight-Seite von Snapchat, auf der populäre Inhalte geteilt werden. Von Snapchat kam die Erklärung, dass man Spotlight „ein Ort bleiben lassen wolle, an dem Menschen authentische Kreativität von echten Menschen entdecken können.“
In einer Umfrage unter über 6 000 Social-Media-Nutzern im Alter von dreizehn bis 28 Jahren aus den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Kanada, Frankreich, Deutschland und Indien hat Snapchat herausgefunden, dass junge Zielgruppen sich wünschen, dass Marken mehr Humor verwenden.
LinkedIn
Personenprofile übertreffen Unternehmensseiten bei KI-Zitaten: Auch bei der KI erzielen Posts von Personen auf LinkedIn mehr Resonanz als solche von Unternehmensseiten. Eine Untersuchung von Meltwater und LinkedIn, die auf 9,5 Mio. KI-Zitaten basiert, zeigt Folgendes: 75 Prozent der LinkedIn-Zitate in KI-generierten Antworten stammen von Posts individueller Nutzer, während nur 25 Prozent von Unternehmensseiten kommen. KI-Systeme ziehen strukturierte, datengestützte Inhalte mit klaren Überschriften und praktischem Nutzen vor, keine Markenbotschaften.
Zusätzlich hat LinkedIn eine neue Schaltfläche mit der Aufschrift „Scheint ein KI-Slop zu sein/seems to be AI-Slop“ eingeführt. Mit dieser können Nutzer Inhalte melden, die ihrer Meinung nach mit Hilfe von KI erstellt wurden. Darüber hinaus tätigt LinkedIn Investitionen in automatisierte Features, die täglich „Hunderttausende“ von automatisierten Kommentarversuchen abwehren. Nutzer, bei denen mehrere Meldungen über Beiträge vorliegen, erhalten in ihrem Dashboard einen vertraulichen Hinweis.


